Mewes, Köln   Kohlbecker, Gaggenau
Schupp und Kremmer, Essen / Berlin


Die Geschichte dieses Autowerkes ist mit der Geschichte der Stadt eng verbunden. Hitler wollte unbedingt in Deutschland ein preiswertes Auto bauen lassen. Der österreichische Konstrukteur Ferdinand Porsche arbeitete seit 1931 bereits an der Entwicklung eines sogenannten Volksautos und bot Hitler seine Entwürfe an. Der gewünschte Massenartikel Auto sollte eine große Mobilität der Arbeiter ermöglichen.


Für Erholungsmöglichkeiten in der Freizeit war u. a. die Organisation "Kraft durch Freude" (KdF) zuständig. 1937 erging der Staatsauftrag zum Bau eines Automobilwerkes an den Leiter der "Deutschen Arbeitsfront" (DAF). Drei Architekturbüros sollten je einen Entwurf der Werksanlagen für den Standort nördlich des Mittellandkanals anfertigen.


Hitler entschied nach Begutachtung der Planungen, daß alle vier Architekten in Arbeitsgemeinschaft das zukünftige Volkswagenwerk planen und bauen sollten. Der sogenannte Werksentwurf sah Hallenkomplexe entlang des Kanals für die Autoproduktion und Lagerhaltung vor. Im Südosten sollte der Standort des Kraftwerkes sein, im Westen das Verwaltungshochhaus stehen. Die vier südlichen Werkhallen, das Kraftwerk und der Sozialtrakt wurden bis 1939 fertiggestellt. Die herausgestellten Treppenhäuser gliedern diesen anderthalb Kilometer langen Baukörper in 22 Abschnitte.


Die Autoherstellung (Militärfahrzeuge) konnte beginnen. Das Werk wurde durch Bombenangriffe überwiegend zerstört. Die Produktion konnte jedoch schon im Juni 1945 wieder aufgenommen werden. Heute sind ca. 1,5 Mio. Quadratmeter Fläche überbaut. Das VW-Werk ist die größte Automobilfabrik der Welt. Es gab bauliche Ergänzungen und Abbrüche. Die mittlere Hallenzone wurde wesentlich länger, der nördliche Abschnitt sieht anders als auf dem Modellfoto aus: In diesem Bereich befinden sich heute die moderne Roboterhalle und ein neues Kraftwerk. Das Verwaltungshochhaus, eines der bestimmenden Einzelgebäude, und das alte Kraftwerk mit den vier Schornsteinen prägen die Silhouette der Stadt.




In 1937 the government gave orders to the head of the "German Workers Front" to construct a car production plant. Three architects offices were to produce a preliminary design of the factory layout for a building site to the north of the Mittelland canal. The factory was to be planned such that it could be extended to three times its size. After assessment of the similar designs, Hitler decided that all four architects should design and construct the VW factory as a team. The design foresaw a shed complex for the actual car production and storage purposes in three production lines alongside the canal. A power station was planned in the south-east, and a multi-storey administration building in the west. The southern shed building with a length of 1.5 km was placed in front of the welfare tract with its 22 staircase towers. Car production began in 1939. The factory was largely destroyed by wartime bombing. Today some 1.5 million square metres are built over. The VW factory is the largest car production plant in the world. The multi-storey administration building and the old power station with its four chimneys shape the silhouette of the town.


Architektur und Städtebau