Dieser Rundgang durch die Innenstadt soll einen ersten Eindruck von der nunmehr fast 60jährigen
Bautätigkeit in Wolfsburg vermitteln. Vorgeschlagen wird eine Route von ca. 30 Minuten, die in
Richtung Schillerteich erweitert werden kann (eingetragen als hellere Linie). Informationen
zu den Gebäuden und zur Stadtgeschichte können entsprechend den auf den Karten eingetragenen
Ziffern nachgeschlagen werden.
Begonnen wird bei einem der schönsten öffentlichen Gebäude der Stadt, dem Theaterbau (7) am
Klieversberg. Von hier aus hat man einen Überblick über die Stadtmitte bis zum Volkswagenwerk
im Norden. Am Planetarium (18) und der aufwendig sanierten Tankstelle (19) vorbei geht es zu
einzelnen Wohnhöfen der Stadtmitte (5), früher Wellekamp. Dieser Bereich, bereits vor Ende
des II. Weltkrieges errichtet, steht als Zeugnis der Stadtbaugeschichte mit unterschiedlichen
Wohnformen als sogenanntes Ensemble unter Denkmalschutz. Unter (1) wird ein kurzer Überblick
über die Enstehungsgeschichte der Stadt gegeben. Positive Beispiele von Nutzungsänderungen
im Erdgeschoß dieser Wohnhäuser aus den 40er Jahren befinden sich u. a. in der Schillerstraße
(25). An der Straßenkreuzung kann man noch eine original ausgestattete Gaststätte im Erdgeschoß
eines der Wohnhäuser anschauen, die "Altdeutsche Bierstube", genau gegenüber eine
neu ausgebaute Weinstube. In der Schillerstraße mußten zugunsten einer breiteren Fahrbahn die
Vorgärten entfernt werden. Die Porschestraße wurde von 1976 bis 1980 zur Fußgängerzone umgebaut.
Seitdem wird der Autoverkehr anders geführt. Überquert man die Porschestraße in Richtung Osten,
sieht man auf der linken Straßenseite die erste gebaute Kirche (40). Der städtebauliche Plan
mit den Neubauten der 90er Jahre wie Kunstmuseum (11), dem großen Erweiterungsbau (10) an das
bestehende Rathaus (9) und dem Südkopfcenter (17) läßt im Zusammenhang mit der neuen
Verkehrsführung das ursprüngliche stadtplanerische Konzept des Architekten Peter Koller kaum
noch erkennen. Auch die Einheit der Solitärbauten der 50er und 60er Jahre wie Rathaus (9),
Kulturzentrum (6), Theaterbau (7), die im Kontrast zum Park am Klieversberg standen, ging durch
die Neugestaltung des Südbereiches verloren.
Einen interessanten Blick zum Klieversberg dem Ausgangspunkt des Spazierganges hat man vom
Obergeschoß des Kunstmuseums, zu dem eine Freitreppe führt.
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