Projekt

Fischerstraße 31 in Werder
an der Havel - Inselstadt

m 19. Jh. als Hotel gebaut
Baugenehmigung 2004 -
Umnutzung zum Wohnen geplant, nicht realisiert,
2013 zum größten Teil abgerissen

Sanierung und Umbau
Bis 1990 wurde das Haus als Lehrlingswohnheim genutzt. Erbaut war es als repräsentatives Hotel mit Bootsanlegesteg und Pavillons am Ufer der Havel.
Da die Treuhand nach 1990 dieses Haus aus einem größeren Grundstück herausgelöst hat und Grundstücksfläche nunmehr nur die Gebäudegrundfläche war, gab es bauordnungsrechtlich komplizierte Situationen, da neben den Vorschriften zum Brandschutz auch nachbarschützende Belange zu berücksichtigen waren.
Es wurde ein Modell gebaut, welches die gebaute Umgebung einschließt, um sich über die räumliche Situation klar zu werden. Es gab zu der vorgelegten Planung keine sinnvollen Varianten, die genehmigungsfähig wären. Um das Baurecht einzuhalten, war geplant, ein Drittel des Gebäudes (zum Hof) abzureißen.
Die beiden geplanten Gauben an der Straßenseite dienen der Belichtung der Wohnräume im zukünftig ausgebauten Dachgeschoß und dem zweiten Fluchtweg. Beide Dachgauben werden so angeordnet, daß sie gemäß der Gestaltungssatzung zulässig sind, also zwischen den bestehenden Sparren mit stehendem Fensterformat.
Diese Gauben sollten durch ein schmales Fensterband miteinander verbunden werden.
Eine Rekonstruktion der Straßenfassade (ehemals Hotel "zum Alten Fritzen") war nicht vorgesehen. Eine Projektion unhistorischer Originalvorstellungen war nicht das Ziel der Instandsetzung bzw. Modernisierung dieses Wohnhauses. Material: Kalkmörtelputz, Holzfensterläden im EG und I. OG, Holzfenster und Tür
Gliederung: im EG waagerechte Bossierung.
Für jede der beiden Wohnungen war zur Kompensierung eine kleine Terrasse geplant, da es keine Freifläche gab und die Nachbarschaft das Betreten des Wassergrundstückes untersagt hatte. Hinzu kam, daß aufgrund fehlender Abstandsflächen sämtliche Fenster beider Giebelseiten hätten zugemauert werden müssen, da es Brandwände waren. Die Belichtung der Wohnungen, bei einer relativ großen Gebäudetiefe, konnte nur über die Hof- und Straßenseite erfolgen. Es waren Maisonettewohnungen geplant. Im letzten Geschoß wurde eine Terrasse angeordnet.
Das Projekt wurde nicht realisiert.

 


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